Wie übe ich Verantwortungsbewusstsein?

Verantwortungsbewusstsein kann man üben. Dazu müssen Sie sich bewusst machen, was die Voraussetzungen dafür sind.Hierzu erinnern wir uns zunächst noch einmal an die sechs Stufen zum Verantwortungsbewusstsein:

  • Stufe 1: Verdrängung
    „Das darf doch nicht wahr sein.“
  • Stufe 2: Einen Schuldigen suchen
    „Wer hat mir das angetan?“
  • Stufe 3: Rechtfertigung
    „Es ist so, weil vorher dieses und jenes passiert ist.“
  • Stufe 4: Selbstvorwürf
    „Ich bin selbst schuld. Hätte ich doch…“
  • Stufe 5: Selbstverpflichtung
    „Ich muss damit leben. Ändern kann ich es ohnehin nicht.“
  • Stufe 6: Verantwortung
    „Wenn ich schon muss, dann will ich auch…“

So lernen Sie Verantwortungsbewusstsein

Absicht
Sie wollen Stufe 6 aus innerster Überzeugung erreichen und treffen die Entscheidung, den Weg zu gehen.
„Ich weiß, dass Verantwortung Spaß macht und ich in dieser Stufe auch die Energie dazu habe!“

Präsenz
Sie können sich selbst beim Denken beobachten und definieren, in welcher Situation Sie sich in welchem Mindset befinden. Vielleicht erwischen Sie sich dabei in Stufe 1 bis 4. Das ist nicht schlimm! Schlimm wird es erst, wenn Sie anfangen, sich dafür schlecht zu fühlen, weil Sie gerade jemand anderem die Schuld zugewiesen haben. Denn von dieser Denkhaltung und dem Schuldgefühl kommt man nicht los. Lernen Sie, sich selbst zu verzeihen. Sie sind ein Mensch und nicht fehlerlos.

Konfrontieren
Konfrontieren Sie sich selbst mit Ihrem mentalen Zustand. Sie haben nachgedacht und erkannt, dass Sie loslassen und weiter machen müssen. Sie können auch jemand anderen bitten, Sie mit Ihrem mentalen Zustand zu konfrontieren.
Wenn Sie sich jetzt fragen, ob Sie Stadien überspringen können, dann lautet die Antwort leider: „Nein“. Es handelt sich um einen Kreislauf, welchen Sie immer wieder durchlaufen werden.

  • Sich beim Denken beobachten (Interessant!)
  • Sich Erwischen (Bei „schwachen“ Momenten.)
  • Loslassen (Es ist nur mental!)
  • Sich selbst vergeben (Weiter machen.)

Seien Sie sich ganz sicher: Sie können diesen Kreislauf durchlaufen, denn Sie haben diesen Prozess schon einmal mitgemacht. Was Sie einmal geschafft haben, können Sie noch unzählige Male. Vom Unbewussten ins Bewusste gehen – anschließend heißt es üben – und dann: Loslassen, weitermachen. Bis Sie es zu einer Regelmäßigkeit kultiviert haben.

Vergessen Sie nicht: All diese Anstrengungen drehen sich letztlich um den zentralen Kern der Selbstverantwortung. Übernehmen Sie nicht die Verantwortung für alles und jeden, sondern nur dafür, wie Sie auf die Dinge zu gehen und auf diese reagieren.

Wenn Sie dies verinnerlichen, können Sie lernen, mentale Zustände zu steuern und letztlich Verantwortungsbewusstsein üben. Lernen Sie, die sechs Schritte wahrzunehmen und bewusst zu erklimmen. Sie werden es nicht immer schaffen, aber das macht nichts. Verzeihen Sie sich, dass Sie ein Mensch sind und ab und an Bestätigung brauchen. Es geht letztlich darum, entscheidende Ergebnisse zu liefern, und nicht alles perfekt machen.

Verantwortungsbewusstsein heißt auch, dass Menschen Ergebnisse auf außergewöhnlichem Niveau erbringen und das schaffen Sie ganz bestimmt!

Ihr Team vom Grundl Leadership Institut

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Über den Autor

Grundl Leadership Institut
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Die Redaktion der Grundl Leadership Institut schreibt über verschiedene Facetten von Führung wie Führungsverantwortung und systematische Menschenentwicklung. Das Redaktionsteam transferiert in den Beiträgen relevante Managementlehren in die Praxis und greift damit wirkungsvoll den Leading Simple©-Gedanken des Grundl Leadership Institut auf: Menschen fördern – mit System.

Der intensive Austausch mit Boris Grundl und den Trainern des Grundl Leadership Institut liefert kontinuierlich neue Impulse, einzelne Aspekte von Führung zu beleuchten und Handlungsempfehlungen aufzuzeigen.

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