Weniger lernen – mehr transformieren

Transformation“ ist in aller Munde. Was nicht alles transformiert werden soll. Das Digitale natürlich zuerst. Der Begriff selbst wirkt technisch. Und so als würde man zu einer Verwandlung gezwungen. Spricht man von der „Transformation des Menschen“, wird es noch schlimmer. Deshalb hat das „Lernen“ in der menschlichen Entwicklung noch mehr Bedeutung. Das Wort ist uns vertraut. In Schule und Ausbildung lernen wir brav die Zahlen, Daten und Fakten zu vielen wichtigen Themen – was definitiv richtig und hilfreich ist. Die kognitiven Verschaltungen im Gehirn werden durch Lernen enorm gefördert.

Wissen anzusammeln, ist Lernen.
Wie dienend ein Mensch dieses Wissen für andere einsetzt, ist Transformation.

Wissen beschreibt, was chemische Verbindungen auszeichnet. Wie diese bei Produktentwicklungen Anwendung finden, ist Transformation. Wie Elektronik und Mechanik funktionieren, ist Wissen. Wie beides in Einklang kommt und Menschen das Leben erleichtern kann, ist Transformation.

Google kommuniziert offen, dass seine besten Mitarbeiter nicht die Absolventen der Top-Unis sind. Sondern Menschen, die einen großen persönlichen Verlust in geistiges Wachstum verwandeln konnten – den Schmerz also transformiert haben. Hier erhält der Begriff des Bewusstseins eine ganz neue Daseinsberechtigung jenseits des Missbrauchs durch zweifelhafte Lifestyle-Bewegungen. Nach einer Transformation ist unser Blick auf die Welt ein anderer. Unser Respekt vor dem „Wunder des Lebens“ ist zu einem neuen Bewusstsein gewachsen.

Beides ist wichtig

Durch Lernen erkennen wir hervorragend, „was“ wir sehen und können es in Fachwissen beschreiben. Eine tolle und wichtige Fähigkeit. Bei Transformation ist uns bewusst, „von wo“ wir und andere etwas anschauen. Also mit welcher grundlegenden Weltsicht wir auf etwas blicken. Es beschreibt den Charakter. Beides ist wichtig!

An einem gelungenen Meeting können wir das praktisch sehen: Hervorragende Fachkompetenz ist da (hohes Wissenslevel). Doch das Level an Selbstbestätigung der Experten ist gering (hohes Level an Transformation). Was denken Sie? Wird in dem Meeting die Kompetenz für beste Lösungen addiert und dadurch mehr? Oder weniger, weil immer noch jemand rechthaben will oder gegen Konkurrenten kämpft? Der hier mögliche Konflikt lässt sich anhand einer hochwertigen Unterscheidung konkreter erfassen und durch Training transformieren:

Person und Kompetenz

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Menschen, die mehr Wert auf die Person legen, eher sympathisch und nah wirken, während jene, die stärker sachorientiert sind, als distanzierter und kühler wahrgenommen werden? Vermutlich sind wir uns schnell einig, wenn ich sage, dass eine Person mit hoher Sachkompetenz und zugleich hoher Menschenorientierung eine „nachhaltig wirkende Persönlichkeit“ ist. Das sollte das Ziel jeder Führungskraft sein. Der passende Mix aus Sympathie und Kompetenz. Menschlich warm und konsequent in der Sache. Das Thema ist transformiert und das Bewusstsein ein anderes.

Einige Experten sind der Auffassung, dass Transformation entweder durch eine „nicht zu lösende Zwickmühle“ (Krise) ausgelöst werden kann oder durch eine „länger andauernde Sinnerfahrung“ (tiefe Einsicht). Beides ist allerdings schwierig. Dabei war menschliche Transformation niemals wichtiger als heute.

Also laden Sie sich selbst mit möglichst viel Sinn auf und lassen Sie andere konstant daran teilhaben. Warten Sie nicht, bis Krisen den Zwang für eine Transformation auslösen. Ob als Person, Familie oder Firma. Werden Sie weniger ein Lehrer als ein Transformator für andere. Und gestatten Sie mir zum Abschluss eine Frage: Wo liegt Ihr Punkt im Quadrat und wohin sollten Sie sich bewegen?

Ihr Boris Grundl

Sie suchen weitere Anregungen?

Schauen Sie sich bei Facebook, Instagram oder im Videoblog „Grundls Gründe“ um. Hier durchleuchtet Boris Grundl aktuelle Themen aus verschiedenen Perspektiven. Immer mit der Frage: „Was kann ich aus diesem Thema für mich und mein Leben transferieren?“ Im Neujahrs-Video 2019 spricht er ebenfalls über die Unterscheidung „Lernen und Transformieren“.

Veränderungen bedeuten, vorhandenes Wissen in Wirkung zu wandeln. Im Video erklärt Boris Grundl, wie Menschen kognitives Verstehen zu tatsächlichem Nutzen in Form von Ergebnissen verwandeln können. Denn erst, wenn Sie es schaffen, Wissen im Unterbewusstsein zu verankern, liefern Sie Ergebnisse, ohne nachzudenken. Im Kern ist es nicht wichtig, viele Dinge zu wissen, sondern wenige Dinge zu können und diese durch Ergebnisse zu zeigen. Nur so erreichen Sie die Kunst der Transformation und werden der Beste, der Sie sein können.

Bildquelle: © Free-Photos Pixabay

Über den Autor

Boris Grundl
Boris Grundl

Boris Grundl durchlief eine Blitzkarriere als Führungskraft und gehört als Führungsexperte und mitreißender Kongress-Redner zu Europas Trainerelite. Er ist Management-Trainer, Unternehmer, Autor sowie Inhaber des Grundl Leadership Institut.

Boris Grundl perfektionierte die Kunst, sich selbst und andere auf höchstem Niveau zu führen. Er ist ein gefragter Referent, Gastdozent an Universitäten und erforscht das Thema Verantwortung (www.verantwortungsindex.de). Seine Referenzen bestätigen seine Ausnahmestellung unter den Spitzen-Referenten. Keinem wird eine so hohe Authentizität und Tiefgründigkeit bescheinigt. Er redet Klartext, bleibt dabei stets humorvoll und bringt die Dinge präzise auf den Punkt. Boris Grundl ist als prominenter Experte gern gesehener Gast und Protagonist in Fernsehen und Radio (u.a. ARD, ZDF, WDR, MDR, 3sat, SWR, RBB, FFH). In Großvorträgen gibt er Schülern wegweisende Impulse für ein eigenverantwortliches Leben. Boris Grundl ist „der Entwickler“ (Harvard Business Manager). Starke Rede – tiefer Sinn.

Sein Grundl Leadership Institut befähigt Unternehmen, ihrer Führungsverantwortung gerecht zu werden. Aus der Praxis für die Praxis. Die Akademie macht mit der Menschenentwicklung dort weiter, wo die meisten Managementlehren aufhören. Menschen fördern – mit System.

Mehr Informationen unter www.grundl-institut.de.

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„Wenn ich genügend Zeit hätte, dann…“

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