Veränderungsprozesse wirkungsvoll führen: Werden Sie zum Experten!

Stehen auch Sie vor Veränderungsvorhaben? Haben Sie und Ihr Team die Notwendigkeit von Veränderungen in Ihrem Unternehmen bereits erkannt? Haben Sie einige Veränderungen schon mit sehr gutem Erfolg umgesetzt, stellen aber fest, dass einzelne Mitarbeiter oder Kollegen immer wieder in alte Muster und Gewohnheiten zurückfallen? Oder haben Sie neue Ziele für Ihren Bereich, aber keine Idee, wie Sie die Umsetzung gestalten, um bessere Ergebnisse zu erzielen? Dann stehen Sie vor ähnlichen Herausforderungen wie die Teilnehmer einer Inhouse-Schulung vor einigen Tagen. Diese hatten sich entschlossen, tief und fokussiert in das Thema „Führung in Veränderungsprozessen“ einzutauchen. Denn wie Sie wissen, sind die einzelnen Herausforderungen nur Tropfen aus dem Meer eines erfolgreichen Transformationsprozesses.

Zu Beginn des Seminartages führt regelmäßig ein zunächst recht simpel anmutendes Modell zu wertvollen Diskussionen und einer spannenden Auseinandersetzung. Daraus schöpfen alle anwesenden Führungskräfte und Mitarbeiter tiefgreifende Erkenntnisse für sich und die Umsetzung. Daher habe ich mich entschlossen, diesen Teil des Tages mit Ihnen zu teilen – damit er Sie ebenso bewegt, berührt oder inspiriert und zum Nachdenken anregt wie die Teilnehmer.

Das ursprünglich aus der Erlebnispädagogik stammende „Lernzonenmodell“ beschreibt, wie Menschen lernen, und vor allem, warum es vielen Menschen trotz rationaler Einsicht häufig schwer fällt, Neues anzunehmen und umzusetzen. Den Grund dafür kennen und lieben Sie alle: die Komfortzone.

Neues anzunehmen und umzusetzen, fällt oft schwer

In der Komfortzone fühlen sich die Menschen wohl. Hier haben Sie sich über Jahre gut eingerichtet, es sich gemütlich gemacht. Innerhalb dieses Bereichs liefern Sie sozusagen im Autopilot solide Ergebnisse und erledigen alle an Sie gestellten Aufgaben ohne große Anstrengung und ohne viel Nachzudenken. Hier herrscht das Gefühl des Vertrauens, Sie fühlen sich sicher und geborgen. Das Problem? Auch das wissen Sie bereits:

Nur außerhalb der Komfortzone findet Veränderung statt

Im Seminar stelle ich an diesem Punkt immer wieder dieselbe Frage und erhalte eine Antwort, die durchaus richtig ist – aber eben nur zum Teil. Die Frage lautet: „Was ist der Bereich jenseits der Komfortzone?“ Wie aus der Pistole geschossen, kommt meistens eine ähnliche Antwort: „Das ist die Panikzone!“ Vor Kurzem ergänzte ein Teilnehmer sogar „Hier passiert nichts mehr…“. Und nach einer langen Pause „ …oder es gibt Ärger!“.

Was der Teilnehmer damit meint, sind die beiden grundlegenden negativen Verhaltensweisen, die Mitarbeiter meistens aufweisen, welche sich gerade genau in dieser Zone befinden. Diese sind im Wesentlichen: Passivität – also Rückzug nach Hause in die Komfortzone – oder Aktivität in Form von ermüdenden Diskussionen und Widerstand, der nicht selten dem Kampf gegen Windmühlen gleicht (siehe auch Der Schrecken der Veränderung – vom rationalen Verstehen zum emotionalen Umsetzen und Über die Überwindung der Fight-or-Flight-Response). Dabei sind die Ursachen dieses Verhaltens in beiden Fällen identisch: Es ist das Ergebnis der hier erlebten Gefühle von Angst und Orientierungslosigkeit, welches sich bis hin zur Panik entwickeln kann.

Komfortzone und Angstzone – gibt es denn nichts dazwischen? DOCH!

Es gibt einen Raum zwischen Komfort- und Angstzone, einen sehr großen sogar – die sogenannte Lernzone: Raum der Entwicklung, des Wachstums. Nur hier, außerhalb der gewohnten Welt, können Potenziale entdeckt und entfaltet werden. Nur wenn Sie sich trauen, einen Schritt hinaus zu tun – mögen die Haltetaue Sie auch noch so sehr zurückziehen – erfahren Sie, was alles möglich ist. Nur so erkennen Sie, welche bisher von Ihnen und Ihrem Team ungenutzte Chancen und Möglichkeiten darauf warten, entdeckt und ergriffen zu werden.

Die falsche Annahme, dass außerhalb unserer gewohnten Umgebung ausschließlich Gefahren und Unwägbarkeiten lauern, nährt immer wieder den fatalen Wunsch, dass alles anders und besser werden soll – aber bitte ohne Anstrengung. Doch eines ist klar:

Er-folg ist das, was folgt…

…und zwar dem Tun, der Neugierde, der Bewegung und nicht der Passivität oder zurückhaltenden Beobachtung. Nur in der Lernzone finden Entwicklung und Wachstum statt. Hier werden Sie gefordert und fordern gleichsam Ihre Mitarbeiter – ohne zu überfordern. Hier empfinden Sie und Ihre Mitarbeiter Lust am Neuen, freuen sich über Erfolge und gehen konstruktiv mit Misserfolgen um. Die Richtung der Energie und Aufmerksamkeit in dieser Zone ist klar: Es geht Schritt für Schritt nach vorne. Handlungschancen werden erkannt, Ziele gemeinsam erreicht, Selbstwirksamkeit erlebt. Das Selbstvertrauen steigt – bei Ihnen, den Mitarbeitern, im Team. Die Schritte in Richtung erfolgreicher Veränderung werden automatisch größer. Alles, was Sie brauchen, ist die Gewissheit, bei Übertreten der Wachstumszone wieder einen Schritt zurück gehen zu können.

Komfortzone, Lernzone, Panikzone: so individuell wie der Mensch selbst

Doch wie können Sie als Führungskraft erkennen, wo die Komfortzone des Einzelnen endet und wo die Angstzone beginnt? Woran erkennen Sie die Wachstumszone(n) Ihrer Mitarbeiter und des Teams und vor allem, wie groß und entwickelbar diese Zone ist? Und wie können Sie diese Weiterentwicklung durch fördern und fordern sukzessive erreichen?

Wenn auch Sie sich diese Fragen stellen und darüber hinaus erfahren wollen,

  • wie Sie Veränderungsprozesse aktiv steuern oder gar initiieren können, um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern
  • welche Handlungsoptionen Sie haben, um Widerstände in Veränderungsvorhaben frühzeitig zu erkennen und um diese Energie für bessere Ergebnisse zu bündeln
  • wie Sie im Wandel eine Kultur der Verantwortungsübernahme schaffen
  • wie Sie ergebnisorientierte Systeme implementieren, um die Performance der Prozesse und Strukturen im Transformationsprozess zu stabilisieren und eine messbare Leistungssteigerung mit Ihrem Team erreichen
  • welche Prinzipien Sie beachten müssen, um wirkungsvolle Veränderungsteams als Treiber und Unterstützer der Transformation im Unternehmen zusammen zu stellen
  • wie Sie Vertrauen in sich selbst, Ihre Rolle als Führungskraft und den Transformationsprozess aufbauen,

dann informieren Sie sich gerne hier über unser Tagesseminar zum Thema „Veränderungsprozesse wirkungsvoll führen“.

Haben Sie weitere Fragen dazu? Oder stehen Sie gerade in Ihrem Veränderungsvorhaben vor einer Herausforderung, von der Sie noch nicht wissen, wie Sie sie angehen sollen? Dann hinterlassen Sie mir gerne eine Nachricht im Kommentarbereich.

Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!

Ihre

Hedda Lauer

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Über den Autor

Hedda Lauer
Hedda Lauer

Als Unternehmensberaterin und Trainerin führte Hedda Lauer über mehrere Jahre branchenübergreifende Optimierungsprojekte mit dem Fokus auf Lean Management in nationalen und internationalen Unternehmen durch. In dieser Zeit begleitete sie zahlreiche Projektteams, Führungskräfte und Mitarbeiter durch Veränderungs- und Transformationsprozesse. Dabei bemerkte sie schnell, dass sie sich täglich in einer Sandwichposition befand, welche sie sehr viel Energie kostete. Auf der einen Seite erwartete die Geschäftsführung des Auftraggebers eine möglichst schnelle und effektive Optimierung der Produktionsprozesse und Strukturen, welche gleichzeitig von den Mitarbeitern mitentwickelt und unmittelbar angenommen werden sollten. Auf der anderen Seite jedoch reagierten die Mitarbeiter und Führungskräfte auf die angestrebten Veränderungen mit einer ganz normalen menschlichen Reaktion: Widerstand und Ablehnung gegen Neues und Unbekanntes.

Sehr schnell kristallisierte sich für Hedda Lauer heraus, welche zentrale Rolle die innere Haltung, als grundlegende Voraussetzung für erfolgreiche Veränderungsprozesse in Unternehmen, spielt. Ihr war klar, Prozessverbesserung und die Entwicklung einer emotionalen Veränderungsbereitschaft müssen Hand in Hand gehen um dauerhaft Wirkung zu erzielen. Nachdem Sie selbst Teilnehmerin der Seminarreihe „Kraft durch Sprache“ und später einer „Leading Simple©“-Umsetzung war, lernte sie sich zunächst selbst besser kennen und fand durch den bewussteren Einsatz der eigenen Sprache sehr schnell einen besseren Zugang zu den Veränderungsteams im Projekt. Da sie nun mit deutlich geringerem Energieaufwand bessere Ergebnisse erzielte, die von den Teams in den Organisationen mitentwickelt und offen angenommen wurden, entschied sie sich schließlich zu einer Ausbildung zur Systemischen Business Coach und zu ihrer heutigen Tätigkeit als Leading Simple Trainerin.

Hedda Lauer ist überzeugt, zur Veränderung brauchen wir Emotion, ebenso wie zum Segeln den Wind.

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