Mails waren gestern – heute arbeiten wir im Social Intranet

Soziale Netzwerke sind heute ein Teil unseres Lebens. So normal, wie früher die Zeitung auf dem Frühstückstisch, ist heute der tägliche – wenn nicht sogar mehrfache – Besuch auf Facebook und Co. Nicht umsonst verzeichnet der Konzern Facebook kontinuierlich steigende Nutzerzahlen.

Die Digitalisierung ändert eben alles – nicht nur im privaten Umfeld. Von dieser Entwicklung kann auch die interne Kommunikation profitieren. Stellen Sie sich doch einmal folgende Frage: Wie viele Mails bekommen Sie am Tag von Ihren Kollegen und Vorgesetzten? Sind es zu viele? Verlieren Sie schon mal den Überblick? Dann kommt hier die Lösung.

Mitarbeiter wollen Interaktion

Studienergebnisse zeigen, dass soziale Medien im Unternehmenskontext an Bedeutung gewinnen. Wohlgemerkt nicht nur extern, sondern auch, und darüber sprechen wir hier, im internen Bereich.

Während das traditionelle Intranet lediglich bestehende hierarchische Strukturen digitalisiert, setzt das Social Intranet andere Ziele. Dynamische Wissensvermittlung und digitale Zusammenarbeit: keine einfache Bereitstellung von Informationen, sondern vielmehr eine aktive Community, die eigene Inhalte erstellt und damit ihr Unternehmen und ihre Unternehmenskultur digital abbildet.

Daraus ergeben sich viele Vorteile, unter anderem:

  • Schnelleres und produktiveres Arbeiten dank verbesserter Kommunikationsabläufe
  • Steigende Mitarbeiter-Zufriedenheit dank eines erhöhten Einheitsgefühls
  • Verbesserte Transparenz dank offengelegter Prozesse

Wie schaffen wir den Absprung?

Interaktive Funktionen allein machen aus einem Social Intranet aber noch kein Erfolgskonzept. Starre Hierarchien und festgefahrene Kommunikationsstrukturen können Aspekte sein, die die Entwicklung der internen, digitalen Kommunikation bremsen. Das Social Intranet sollte aber ein Ort sein, an dem sich Mitarbeiter wohl fühlen. Es muss also mehr sein, als eine Ansammlung von Informationen bezüglich Kantinenmenü und Urlaubsplanung.

Eigene Profile, Kommentarfunktionen und Like-Button sind Features, die die meisten bereits aus gängigen sozialen Netzwerken kennen und die auch hier viel dazu beitragen können, dass Nutzer sich wiederfinden und tatsächlich interagieren wollen. Darüber hinaus gelten für den Erfolg des Social Intranets ähnliche Grundsätze wie sie generell für die interne Kommunikation von Bedeutung sind: Vertrauen, Transparenz und Glaubwürdigkeit. Eine ansprechende Optik, das heißt Corporate Design und weitere Anreize, tragen ebenfalls ihren Teil zur Nutzerfreundlichkeit bei.

Zu beachten ist aber immer folgendes: Ein Kommunikationstool, das nicht auf einen Blick verständlich ist, geht schnell den Weg in die Vergessenheit.

Social Intranet als Change-Projekt

Die Implementierung eines Social Intranets ist als Change-Projekt nicht zu unterschätzen. Sie stehen vor tiefgreifenden Veränderungen Ihrer internen Unternehmenskommunikation. Das heißt, wenn Sie sich zu einer Umsetzung entschließen, seien Sie konsequent. Ziehen Sie es durch. Halbe Sachen reichen nicht. Also bereiten Sie sich gut vor, begleiten Sie den Prozess bei jedem Schritt und leben Sie die Veränderung selbst vor.

Ihr Christoph Moss

Quellen:
http://www.prmagazin.de/meinung-analyse/hintergrund/theorie-praxis-062019.html
https://www.presseportal.de/pm/53039/4293723
https://berufebilder.de/mitarbeiterbindung-motivation-interne-kommunikation/
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/37545/umfrage/anzahl-der-aktiven-nutzer-von-facebook/

Bild von StartupStockPhotos auf Pixabay

Über den Autor

Christoph Moss
Christoph Moss

Prof. Dr. Christoph Moss unterrichtet Kommunikation und Marketing an der International School of Management in Dortmund und Köln. Er gilt als Experte für Newsroom-Organisation und hat schon zahlreiche Projekte dazu umgesetzt – etwa bei Siemens, Fraport oder Datev. Seine Kernbotschaft lautet: „Der Newsroom beginnt im Kopf“. Unternehmen müssen lernen, Themen zu steuern. Dies bedeutet Vertrauen, Transparenz, Planung und Veränderung.

Neben Stationen an weiteren Hochschulen arbeitete Christoph Moss bei der Deutschen Bank sowie bei Sendern und Zeitungen in Düsseldorf, Passau, Dresden, Dortmund, Brüssel und Paris. Er war Verantwortlicher Redakteur beim Handelsblatt und leitete die Georg-von-Holtzbrinckschule für Wirtschaftsjournalisten. Christoph Moss ist Buchautor sowie geschäftsführender Gesellschafter der Newsroom-Agentur Mediamoss in Dortmund und Stuttgart. Er betreut dort Mandate für Porsche, Bosch, Grundl Leadership Institut, Signal Iduna und Borussia Dortmund. Er ist Mitglied der Handelsblatt-Akademie und unterstützt die Juries von Best of Content Marketing, Econ Awards und Fox Awards.

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