Konzentration auf Stärken – Stärken stärken

Stellen Sie sich einmal vor, Ihr (Schul-) Kind kommt mit folgendem Noten am Schuljahresende aus der Schule nach Hause: Note 1, Note 2, Note 3, Note 2, Note 1, Note 2, Note 5, Note 3
Worauf richten Sie (automatisch) die größte psychische Energie? Seien Sie ehrlich.
Wenn ich diese Frage meinen Seminarteilnehmern stelle, antworten 98% der Zuhörer: Herr Rascher, selbstverständlich auf die Note 5. Die muss ja auch dringend weg.

Doch entwickelt sich das Kind so weiter? Wird es dadurch der Beste, der es sein könnte? Ich glaube nein. Ich bin der Meinung, dass wir Deutschen Weltmeister darin sind, unsere Aufmerksamkeit darauf zu lenken, was noch fehlt und nicht zu schauen, was schon da ist, und daraus mehr zu machen. Warum ist das so?

Meine Lebensgefährtin ist Lehrerin. Ich habe mit ihr dieses Prinzip schon sehr oft diskutiert. Wir haben dazu häufig unterschiedliche Meinungen. Ich frage mich dann regelmäßig, warum Lehrer z.B. bei einem Deutschdiktat immer alles Falsche rot anstreichen. Es wäre doch auch mal sinnvoll, alles Richtige grün zu markieren. Warum wird das nicht gemacht? Offenbar ist das Richtige immer selbstverständlich. Aus meinem Blickwinkel ist es das nicht!

Aus meiner Sicht entsteht Spitzenleistung, wenn kontinuierlich an den Stärken gearbeitet wird und die Stärken kontinuierlich ausgebaut werden. Das Ausmerzen von Schwächen macht immer Durchschnitt. Immer. Worauf fokussieren Sie Ihre Energie? Auf das Ausmerzen von Schwächen oder auf die Weiterentwicklung Ihrer Stärken? Ein Lebensprinzip besagt: Das, worauf du dich konzentrierst, wächst (bewusst oder unbewusst)!

„Werden Sie in Ihren Stärken ein Weltmeister und Ihr Erfolg lässt sich nicht aufhalten.“

Im Seminar zeige ich den Teilnehmern sehr gerne dieses Bild und frage gleichzeitig, wie viel Prozent ihrer Stärken diese im beruflichen Alltag (aus)leben können. Leider ist das oft viel zu wenig – hier liegt aus meiner Sicht ein enormes persönliches wie auch unternehmerisches Entwicklungspotenzial. Warum wird das nicht genutzt?

Albert Einstein hat schon gesagt:

„Jeder ist ein Genie! Aber wenn Du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.

Es ist die Verantwortung jedes einzelnen Menschen zu erkennen, welche Stärken in ihm selbst ausgeprägt sind und sich anschließend die Umgebung zu suchen, in der diese Stärken wirkungsvoll eingesetzt werden können. Hört sich einfach an, ist aber in der Umsetzung nicht leicht. Was meinen Sie?

Ich möchte Ihnen noch gerne zwei wirkungsvolle Fragen zum Thema Stärkenorientierung mitgeben. Sollten Sie wirkliches Interesse haben, sich in der Tiefe mit diesen Fragen auseinanderzusetzen und Antworten finden, ist das ein enormer Gewinn – Sie entscheiden, ob Sie das tun möchten.

„Was haben andere Menschen davon, dass es mich gibt?“

„Welchen Unterschied könnten meine Talente und Stärken für andere ausmachen?“

Sollten Sie Interesse haben, Ihre Stärken besser kennenzulernen, können Sie sich gerne zum Intensivseminar Leading Simple 1 anmelden. Ich freue mich auf spannende Diskussionen mit Ihnen.

Ihr Johannes Rascher

Über den Autor

Johannes Rascher
Johannes Rascher

Seit 2012 ist Johannes Rascher Senior Trainer des Grundl Leadership Institut.

Auf seinem Lebensweg erlebte er bis dahin einige kleinere, aber auch sehr große Krisen. Damals fand er keine Antwort darauf. Er wusste nur: Entweder leiden oder wachsen. Die Entscheidung fiel schnell: Er wollte wachsen.

Bei der Suche nach effizienter, persönlicher Weiterentwicklung stieß Johannes Rascher auf Boris Grundl und dem Grundl Leadership Institut. Begeistert von dessen Konzepten und Ansätzen begann er, an sich zu arbeiten und entwickelte sich weiter. Die Antworten, die er fand, motivierten ihn dazu, sich immer besser selbst zu führen. Das bewirkte schließlich auch den Wunsch als Trainer und Führungsexperte eine solche Transformation bei anderen Menschen auszulösen.

Johannes Raschers Leitsatz: Starke Menschen, starke Führungskräfte, starke Ergebnisse!

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