Grundls Gründe

Ein tieferer Einblick zu aktuellen Themen

Boris Grundl durchleuchtet aktuelle Themen aus verschiedenen Perspektiven.

1
Alle Mitarbeiter sind vor der Führungskraft ungleich
2
Mitdenker gesucht
3
Vom Wert des Selbstwerts
4
„Du brauchst eine Vision!“ …
5
Vorsicht Stimmungsmacher!
6
Der freie Wille als Geschenk
7
Kennst du es oder kannst du es?
8
Achte auf geistige Verzerrung
9
Weniger Schein, mehr Sein!
10
Vertrauen ist Geld

Alle Mitarbeiter sind vor der Führungskraft ungleich

Menschen gleich zu behandeln, zeugt von mangelnder Bereitschaft, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Ob emotionale Schwäche, mangelnde geistige Flexibilität oder Faulheit: Stets spiegelt sich darin ein fehlendes Interesse an anderen Menschen! Wirklich gerecht zu sein, bedeutet dank präziser Beobachtung Unterschiede zu machen, die jedem Einzelnen gerecht werden. Unterschiedliche Menschen haben ein Recht auf unterschiedliche Behandlung.

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Mitdenker gesucht

Vermutlich sind Ihnen einige Trainingsansätze im Bereich Teambuilding bekannt. Auffällig bei allen Modellen ist, dass zwei Persönlichkeitstypen fast immer auftauchen: der Macher und der Erfinder. Und schnell wird jedem klar: Langfristige Erfolge sind ohne die konsequenten Umsetzer, aber auch ohne kreative Ideenfinder nicht möglich.

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Vom Wert des Selbstwerts

Das perfekte Morgenmeeting: Alle sind top vorbereitet und pünktlich. Nicht nur anwesend, sondern geistig präsent. Jeder kennt seine Rolle und Aufgabe. Konzentration und Vorfreude durchströmen den Raum. Bei Konflikten behalten saubere Argumente die Oberhand. Kaum eitelkeitsgeschwängertes Gequatsche. Jeder dient dem übergeordneten Ziel. Starke Persönlichkeiten akzeptieren Kritik ohne Groll. Jeder erkennt überzeugende Vorschläge anderer an. Eitelkeiten, Ausreden und Selbstdarstellungen spielen keine Rolle.

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„Du brauchst eine Vision!“ …

… höre ich es immer und immer wieder in den Treppenhäusern der Weiterbildungsindustrie schallen. Mit glänzenden und aufgerissenen Augen beschreiben Menschen das Bild einer Zukunft. Aber was ist eine Vision? Worin unterscheiden sich Halluzination, Illusion, psychedelische Träume und Wünsche von einer echten, handfesten Vision?

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Vorsicht Stimmungsmacher!

„Übrigens, Chef, wir haben gerade eine schlechte Stimmung.“ Vertraulich schmeichelt sich der Einflüsterer nah an seinen Vorgesetzten heran. Was er spricht, hören wir. Aber, was will er sagen? Seine Worte sind kein neutraler Report. Sie transportieren zwei Botschaften. Erstens: „Auf mich, lieber Vorgesetzter, kannst du dich verlassen.“ Das zweite ist eine klare, wenn auch versteckte Anweisung: „Du allein, lieber Chef, bist für das Betriebsklima verantwortlich. Jetzt unternimm endlich was!“

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Der freie Wille als Geschenk

Gutmenschen – Menschen, die es gut meinen, aber nicht gut machen – erkennt man an ihrer aufgestauten Wut. Sie sind innerlich wie Kinder, die ständig mit dem Fuß stampfen, weil es nicht nach ihrer Nase geht. Dahinter steckt ein aufgeblähtes Ego. Ihr Verhalten entlarvt ihre maßlosen Ansprüche an das Leben. Gutmenschen sehen zuerst die Ungerechtigkeiten in der Welt. Sie regen sich über alles und jeden auf. Sie träumen und erzählen von Idealen. Ideale, die sie von anderen erwarten, aber selbst nicht leben.

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Kennst du es oder kannst du es?

„Herr Grundl, was Sie erzählen, kenne ich im Grunde alles schon.“ Ich zuckte zusammen, als mir der junge, smarte Mann diese Worte vor den Bug schoss. In der Signierstunde, direkt nach einem Vortrag. In mir brodelte es: „Da verbringst du Jahre damit, dein Thema zu durchdringen, damit andere davon profitieren, schreibst Bücher, hältst Vorträge, transformierst Führungsteams mit deinem Institut, gibst Interviews in TV und Radio – und jetzt behauptet ein Neunmalkluger, das wäre alles kalter Kaffee.“ Ich war angefressen. Aber warum?

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Achte auf geistige Verzerrung

Sind wir ein Volk von Egoisten? Denken wir nur an uns selbst? Klar ist, sozial erwünscht ist die „Selbstlosigkeit“. Sich für andere aufopfern. Daraus folgt: Egal, wie begründet wir eine Entscheidung zu unseren Gunsten treffen – immer gibt es jemanden, der uns für egoistisch hält – eine Verzerrung, die durch sozialer Wahrnehmungszwänge entsteht.

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Weniger Schein, mehr Sein!

„Arbeiten Sie lieber allein oder im Team?“

Was antworten Sie, wenn Sie sich um eine Stelle bewerben, bei der die Ausschreibung ausdrücklich „Teamfähigkeit“ verlangt? Und was sagen Sie, wenn Sie den Job wollen und doch lieber ohne Störung in einem Einzelzimmer rumwurschteln? Was etwa antworten Sie, wenn Sie beim Wein nach Ihren Musikfavoriten gefragt werden? „Klassik, besonders Beethoven“ hören Sie sich sagen, während Sie „Helene Fischer“ denken. Dieser Druck, sozialer Ablehnung durch „erwünschtes Verhalten“ zu entgehen, wird „soziale Erwünschtheit“ genannt.

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Vertrauen ist Geld

„Vertrauen ist ja ganz nett. Doch bevor wir uns darum kümmern, muss zuerst der Laden laufen!“ Diese Aussage kennen Sie vermutlich. Sie transportiert, was viele denken: Vertrauen ist ein „Soft Skill“, ein Nice-to-have, um das man sich bestenfalls bemüht, nachdem die „Hard Skills“ im Unternehmen zu 100 Prozent laufen. Hard Skills, wie Fachkompetenz oder Sprachkenntnisse, sind greifbar und messbar. Soft Skills, wie Selbstwertgefühl oder Menschenkenntnis, sind schwieriger zu erlernen und schwerer zu messen.

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