Gewohnheiten ändern: So finden Sie Ihr Erfolgsritual!

Was bedeuten für Sie Gewohnheiten? Empfinden Sie den Gedanken an ritualisierte Vorgänge als positiv oder erweckt er bei Ihnen negative Gefühle? Sind Sie sich Ihrer Rituale bewusst? Möchten auch Sie Ihre Gewohnheiten ändern?

Unsere Gewohnheiten prägen uns. Sie sind natürlich in uns verankert. Sie schenken uns Sicherheit, Vertrauen und Kraft. Doch wie unterscheiden sich förderliche Gewohnheiten von negativen? Wie gelingt es, negative Rituale abzustellen? Und geht das überhaupt?

Die menschliche Psyche als goldene Mitte

Um zu verstehen, wieso Angewohnheiten für den menschlichen Geist so wichtig sind, ist es zunächst wichtig, die Psyche zu verstehen. Der Mensch ist ein sensibles Wesen, dessen psychische Stabilität nicht so sicher ist, wie gedacht.

Stellen Sie sich die menschliche Psyche einmal als Dachfirst eines Hauses vor: Rechts und links neben dem Dachfirst geht es bergab. Der scheinbar sichere Ort ist also gar nicht so sicher, wie er auf den ersten Blick wirkt. Genauso verhält es sich auch mit der menschlichen Psyche. Sie ist wackelig und unsicher – gehalten und gestützt von Ritualen, die Sicherheit und Orientierung schenken.

Unsere Gewohnheiten können wir nun einteilen in solche förderlicher oder hinderlicher Natur. Während sich also auf der einen Seite des Dachfirsts hinderliche Rituale befinden, die uns lästig erscheinen, finden wir auf der anderen Seite Gewohnheiten, die uns Kraft geben und förderlich sind.

Negative Gewohnheiten lassen sich nicht „abstellen“

In vielen Fällen ist uns nicht offen bewusst, ob eine Gewohnheit förderlich oder hinderlich ist, Kraft gebend oder lästig erscheinend. Wir können wir es trotzdem schaffen, ein hinderliches Ritual loszuwerden, es abzustellen? Die Antwort darauf lautet: Gar nicht!

Die negativen Angewohnheiten, die uns im Weg stehen, lassen sich nicht einfach entfernen. Doch wir können sie ändern und umwandeln. Bei der Transformation einer Gewohnheit ist es wichtig zu erkennen, dass

• auch hinderliche Gewohnheiten Sicherheit schenken.

• Sie negative Rituale bewusst wahrnehmen können.

• das Bewusstsein Ihnen hilft, eine förderliche Angewohnheit zu entwickeln.

 

Negative Gewohnheiten in positive Gewohnheiten ändern

Die eigenen Gewohnheiten bewusst zu erkennen hilft dabei, die negativ ritualisierten Handlungen zu ersetzen. Wenn Sie beispielsweise weniger Kaffee trinken möchten, dann ist es nicht hilfreich, einfach zwei Tassen wegzulassen. Denn auf diese Weise entsteht ein Loch in Ihren Gewohnheiten. Ersetzen Sie diese Tassen stattdessen mit einer Alternative, zum Beispiel mit Tee.

Es ist ein ganz natürlicher Reflex, sich einer hinderlichen Angewohnheit zu bedienen, da auch sie Orientierung und Kraft schenkt. Auf eine erfahrene Ablehnung und die damit verbundene Verletzung regieren wir oft mit einem Angriff, der unserem Ärger Raum geben soll. Wir fühlen uns verletzt und die hervorgerufene Reaktion ist ein Weg, die eigene Sicherheit wiederzuerlangen.

Wieso versuchen wir nicht, stattdessen der eigenen Psyche Zeit zu geben, Luft zu holen und zu atmen?

Wenn wir auf Abweisung nicht direkt angreifend reagieren, sondern uns selbst die Zeit geben, das Erfahrene zu verarbeiten, kann daraus eine förderliche Eigenschaft werden – ein Ritual.

Gewohnheiten bewusst führen und lenken

Wie werden die förderlichen Abläufe nun zu einem automatisierten Ablauf? Und wie können Sie hinderliche Angewohnheiten dauerhaft ersetzen? Dazu ist es wichtig, zu erkennen, dass sowohl förderliche als auch hinderliche Gewohnheiten Sicherheit und Orientierung verleihen. Um ein hinderliches Vorgehen zu vermeiden, ist es notwendig, bewusst und konsequent zu handeln.

Rituale zu ersetzen ist keineswegs eine Frage der Disziplin. Mit Disziplin ließe sich eine negative Gewohnheit, wie beispielsweise das Kaffeetrinken, abstellen. Statt des Kaffees würden Sie jedoch keinen Ersatz zu sich nehmen. Ihr Ritual und die damit verbundene Sicherheit ginge verloren.

Hier ist vielmehr Konsequenz gefragt, denn damit können Sie die Umwandlung Ihrer Gewohnheiten automatisieren, bis sie nicht mehr ungewohnt und unnatürlich erscheinen. Mit Konsequenz und einem bewussten Blick gelingt es, natürliche Rituale in jene umzuwandeln, die helfen, der beste Mensch zu werden, der wir sein können.

Unsere Aufgaben für Sie:

Machen Sie sich bewusst, was Sie hindert, mit welchen Gewohnheiten Sie sich selbst im Weg stehen. Beginnen Sie dabei mit kleinen Dingen, auch wenn sie noch so unbedeutend erscheinen mögen. Sofort die größte hinderliche Angewohnheit zu ersetzen, ist nicht ratsam. Beginnen Sie stattdessen mit Ihrer Psyche, Ihren Einstellungen und Werten.

Unsere psychische Stabilität ist sensibel, vieles geschieht unbewusst. Nutzen Sie Ihre Gewohnheiten bewusst, um Ihr persönliches Erfolgsritual zu finden und Ihre bestehende Gewohnheiten abzuändern.

Ihr Team vom Grundl Leadership Institut

Über den Autor

Grundl Leadership Institut
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Die Redaktion der Grundl Leadership Institut schreibt über verschiedene Facetten von Führung wie Führungsverantwortung und systematische Menschenentwicklung. Das Redaktionsteam transferiert in den Beiträgen relevante Managementlehren in die Praxis und greift damit wirkungsvoll den Leading Simple©-Gedanken des Grundl Leadership Institut auf: Menschen fördern – mit System.

Der intensive Austausch mit Boris Grundl und den Trainern des Grundl Leadership Institut liefert kontinuierlich neue Impulse, einzelne Aspekte von Führung zu beleuchten und Handlungsempfehlungen aufzuzeigen.

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