Das „Why“ des Unternehmens ist das Wichtigste – ein Beispiel

Simon Sinek ist weltbekannt. Er ist bestechend klar in seinen Aussagen: Die Leute erwerben nicht das, was Du machst und wie Du es machst, sondern sie kaufen Deine Produkte und Dienstleistungen. Sie kaufen Dein „Warum“. Die Motive dahinter sind für den Käufer entscheidender als das Produkt an sich. Einfach, aber einleuchtend.

Wenn jemand eine Mission hat, dann hat er das „Warum“. Er ist sich über den Zweck all seiner Aktivitäten klar. Sei es, schwerkranken Patienten zu helfen, das praktische Leben zu erleichtern oder die Wissenschaft voranzubringen. Oder sei es, Kindern Betreuung und Anleitung zu geben, Auftraggebern ein sauberes Haus zu erhalten oder in Steuerfragen gut zu beraten. Es gibt unzählige sinnvolle Missionen, die das Universum bereichern, aber natürlich auch negative Zwecke, die uns ausnutzen und betrügen oder vernichten wollen.

Die Mission eröffnet starke Potenziale

Robert S. Hartman hat es einmal sehr schön im Englischen ausgedrückt:

„It is not that important what you do, but how you feel inside.“

Ein Vorstandsvorsitzender hat keinen besseren Zweck als die Reinigungsfachkraft. Vor der Ewigkeit sind alle Tätigkeiten gleich, solange sie bereichern und nicht zerstören. Aber es kommt darauf an, mit welcher Mission und welchen damit einhergehenden Emotionen man dahintersteht. Wenn der Sinn klar ist, dann entstehen Energien und Potenziale, die unendlich sind. Man brennt förmlich für die Sache. Hartman bringt es plakativ auf den Punkt: Die Liebe der Mutter zu ihrem Kind ist unendlich. Sie gibt alles. Und wenn das zweite Kind kommt, dann hat sie dafür nochmals unendlich viel Liebe. Ebenso für das dritte. Eigentlich unglaublich. Das Potenzial ist also unerschöpflich! Und die Mission dahinter ist klar: helfen, dass aus Neugeborenen Erwachsene werden, die die richtigen menschlichen Werte in sich tragen und entsprechend wiederum positiv zur Gesellschaft beitragen.

Ein persönliches Beispiel: Boris Grundl und ich haben uns vor Jahren kennengelernt und gleich das Gefühl gehabt, dass wir zwischenmenschlich auf einer „Welle“ liegen. Boris hat die Mission, substanziell dazu beizutragen, dass jeder der Beste wird, der er oder sie sein kann. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnet ihn daher treffend als „Menschenentwickler“. Ich selbst habe profilingvalues auf der Grundlage von Robert S. Hartman entwickelt, weil die menschlichen Potenziale wertvoller sind als die materiellen Dinge oder Prinzipien. Wir bei profilingvalues wollen die Wertehierarchie in der Wirtschaftswelt gleichsam auf den Kopf stellen und das Menschliche als den wichtigsten Wert ins Zentrum rücken. Die Unternehmen sind nämlich für die Menschen da – und nicht umgekehrt!

Kompetenzen messbar machen

Diese gleichsam ähnlichen Missionen von Boris und mir haben uns zusammengebracht und langfristig verbunden – ganz abgesehen natürlich von der persönlichen Sympathie. Er hatte vor vielen Jahren das erfolgreiche System Leading Simple © entwickelt und ich habe die Wertemathematik des Hartman Value Profile adaptiert, um in einem Online-Verfahren die Werte, Einstellungen, Kompetenzen und Neigungen einer Person gut darzustellen. Damit kann man Personalentwicklung und Stellenbesetzungen verbessern sowie zum betrieblichen Gesundheitsmanagement beitragen. Nach zwei Jahren Kooperation und intensiver Entwicklungsarbeit war der Leadership Excellence Report geboren und auf den Markt gebracht. Mit dieser Eignungsdiagnostik kann man feststellen, in welcher „Form“ sich eine Führungskraft gerade befindet. Der Leader kann in den Spiegel sehen, um zu erfahren, wo er sich noch verbessern kann.

Das „Why“ in Nutzen verwandeln

Es geht hier nicht um betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten oder Geld. Denn die Mission und der Glaube an Entwicklungspotenziale und die menschliche Wertehierarchie haben dazu geführt, dass wir hier mit einfachen Mitteln Verbesserungspotenziale heben wollten. Mittlerweile wird der Leadership Excellence Report immer bekannter und beliebter und damit natürlich auch ein wirtschaftlicher Erfolg. Aber es ist der logische Lohn der konsequenten Verfolgung der Mission und nicht die monetäre Anfangsmotivation, in der ich diesen Erfolg begründet sehe. Nur so wird ein Schuh daraus.

Ich wünsche allen Unternehmern, dass sie ihr „Why“ finden, präzisieren und in Nutzen für die Menschheit verwandeln. Dann ist der Erfolg gar nicht zu verhindern.

Ihr Uli Vogel

Bild von PIRO4D auf Pixabay

Über den Autor

Dr. Ulrich Vogel
Dr. Ulrich Vogel

Dr. Ulrich Vogel ist seit 2009 Gründer und Geschäftsführer von profilingvalues. Zuvor machte er sich unter anderem als Büroleiter von Neumann International, als Senior Consultant bei Mercuri Urval oder als Mitglied der Geschäftsleitung bei RayCon International einen Namen. Die in dieser Zeit gewonnenen Erfahrungen verknüpfte er mit den wertediagnostischen Erkenntnissen des für den nobelpreisnominierten Wissenschaftlers Robert S. Hartman. Daraus entstand ein innovatives und außergewöhnliches Instrument für die wertvollste Ressource im Geschäftsleben – den Menschen.

Die Weite des Anwendungsbereiches von profilingvalues macht Ulrich Vogel zu einem national und international gefragten Gesprächspartner für Entscheidungsträger aus Industrie und Wirtschaft sowie für strategische und konzeptionelle Fragestellungen im unternehmerischen Bereich oder in den Human Resources.

Als „Hartman Value Profile“(HVP)-Experte ist Dr. Ulrich Vogel wichtiger Teil des Teams, das den Verantwortungsindex des Grundl Leadership Institut ins Leben gerufen hat. Boris Grundl und Dr. Ulrich Vogel haben das HVP dahingehend weiterentwickelt, dass – neben dem grundsätzlichen Wertesystem eines Menschen – auch die Sicht einer Person auf das Thema Verantwortung differenziert darstellbar wird. In diesem Rahmen ist Ulrich Vogel für die Entwicklung und Qualität der Diagnoseinstrumente verantwortlich: den Leadership Excellence Report zur Messung der Führungskompetenz sowie die Analyse Fokus Verantwortung für den Verantwortungsindex.

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