Archiv -Oktober 2020

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Warum und wie sich das Human Resource Management in Sachen Personalentwicklung neu erfinden muss: Jetzt!
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Erfinde HR neu und mache HR systemrelevant!
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Sorgen Sie für Orientierung!

Warum und wie sich das Human Resource Management in Sachen Personalentwicklung neu erfinden muss: Jetzt!

Die aktuelle Corona-Krise macht es erneut besonders deutlich: Bei finanzieller Enge wird sofort eingespart, auf was man leicht verzichten kann. Viele kürzen als Erstes das Weiterbildungsbudget. Das bedeutet: Auf Weiterbildung kann sehr leicht verzichtet werden. Die Entwicklung des Menschen ist nicht systemrelevant. Kein „Need-to-have“, sondern ein „Nice-to-have“.

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Erfinde HR neu und mache HR systemrelevant!

Eigentlich müsste das Human-Resource-Management (HR-Management) systemrelevant sein. Doch wenn in Unternehmen das Geld knapp wird, muss schnell das Weiterbildungsbudget dran glauben. Die Weiterbildung ist mitunter das Erste, das in engen Zeiten gestrichen wird. Damit ist die Bedeutung von Human Resources klar. HR ist etwas, das man sich leistet, wenn es läuft. „Nice“, aber kein „Need-to-have“. Wie kam es dazu?

Bestätigung vs. Wachstum

Die Antwort lässt sich gut durch die mentale Differenzierung „Bestätigung versus Wachstum“ darstellen. Begeben wir uns auf der Suche nach der Daseinsberechtigung von Human Resources einmal in die Vergangenheit. Bei der Analyse des Menschen wurde schnell klar, dass der Mangel an Selbstwert ein ernstes Thema ist. Also hat sich HR auf die Bestätigung des Selbst konzentriert. „Du bist gut, so wie du bist!“ und „Du bist o. k., ich bin o. k.!“ Niemand sollte seine charakterlichen Defizite durch die Erniedrigung anderer kompensieren. Das ergibt Sinn.

Durch die Konzentration auf den Markenkern „Bestätigung“ mit seinem Tochterunternehmen „Sympathie und Nähe“ sind jedoch interessante Auswüchse entstanden. Aus Bestätigungsstreben wurde eine Bestätigungsfalle. Die Weiterbildungsindustrie hat sich in Teilen zu einer Kultur mit erstaunlicher Überlegenheitsillusion entwickelt.

So auf die Art: „Wir sind die Geschulten, die Zertifizierten. Wir wissen Bescheid. Die anderen sollten uns zuhören.“ Inzwischen lassen viele Manager die HR-Maßnahmen über sich ergehen, weil sie eben müssen. Wie eine Darmspiegelung. Augen zu und durch. Danach weiter wie bisher. Nach deren tieferer Bedeutung gefragt, folgt oft ein Achselzucken. Jede Firma, jede Abteilung und jedes Produkt hat seine Daseinsberechtigung. So wie jeder Mensch. Diese Daseinsberechtigung gilt es regelmäßig infrage zu stellen. Immer dann, wenn die gewünschte Wirkung ausbleibt. Wer das nicht tut, wird irgendwann von anderen hinterfragt. Durch radikale Umwälzungen im Markt oder eine Krise. Entweder die Disruption erfolgt freiwillig oder sie wird erzwungen. Das ist weder gut noch schlecht. Wie muss es jetzt mit HR weitergehen?

Mentalem Wachstum den Vortritt geben

Als Erstes gilt es zu erkennen, wie sehr die Bevorzugung von „Bestätigung“ eine lähmende Schicht erschaffen hat. Viele Menschen definieren sich über menschliche Nähe. Erst nach der intellektuellen Einsicht kann dieser „blinde Fleck“ auch emotional anerkannt werden. Jetzt heißt es, sich der Herausforderung zu stellen. Wie können Menschen wirklich mental wachsen? Sich ihrer geistigen Fähigkeiten bewusster werden? Es geht nicht darum, die Zitrone noch mehr auszupressen, sondern sie zu vergrößern. Der Preis dafür ist geistige Anstrengung. Ohne sie geht es nicht. Statt sich also auf die Bestätigung hier und jetzt zu konzentrieren, könnte HR sich auf die Bestätigung für geistiges Wachstum konzentrieren. Das ist ein kleiner Unterschied mit unglaublich großer Wirkung! Darum geht es in Zukunft. Da bin ich mir sicher, dass das die zukünftige Daseinsberechtigung für das neue HR-Management ist.

Die Entwicklung des Menschen sollte nicht dem Rotstift zum Opfer fallen, sondern genauso ernst genommen werden wie die Anschaffung einer Maschine. Entweder die Disruption erfolgt jetzt freiwillig oder in Kürze unter Zwang. Sind Sie dabei?

Sorgen Sie für Orientierung!

Die Welt hat sich in den letzten Monaten extrem verändert. Das müsste inzwischen jedem klar sein. Doch das Echo auf diese Veränderung ist sehr unterschiedlich. Die „Systemrelevanten“ reagieren mit heldenhaftem Einsatz und berechtigter Hoffnung auf mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Die anderen lassen sich in drei Gruppen aufteilen: Die Kopf-in-den-Sand-Stecker, die Um-Hilfe- Rufenden-Ertrinkenden sowie die Wie-wird-aus der-Krise-eine-Chance-Denker. Und natürlich die Kombination dieser drei. In Summe lässt sich gerade sehr Interessantes beobachten: Misstrauische Chefs erleben, dass Mitarbeiter im Homeoffice durchaus gute Ergebnisse liefern.

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Der Grund: Darum gibt es in 3 Jahren keine Personalentwicklung mehr.

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